Lektion 4 – Strukturieren des Skriptes und nutzen von Funktionen

Übersicht

Um bei längeren Skripten den Überblick nicht zu verlieren, gibt es die Möglichkeit das Skript zu strukturieren. Dazu bietet QlikView die Möglichkeit mittels Registerkarten zu gliedern. Zusätzlich nutzen wir einfache Funktionen zur Anreicherung unseres Datenmodels.

Registerblatt anlegen

Um das Auffinden von Ladelogiken im Skript zu vereinfachen, strukturieren Sie das Skript, indem Sie neue Registerkarten erstellen oder bestehende verschieben. Versuchen Sie kurze aber prägnante Namen für die Registerreiter zu vergeben, damit Sie sich später besser orientieren können. In der Praxis hat es sich bewährt einen „exit“ Registerreiter anzulegen, welcher den Befehl „EXIT SCRIPT;“ beinhaltet. Das ermöglicht es bei komplexen Datenstrukturen „früher“ mit dem Laden der Daten zu stoppen und Teillogiken isoliert zu analysieren.

Funktionen

Datumsfunktionen

Neben der fast in allen Projekten existierenden Unternehmensstruktur ist die „Zeit“ das wichtigste Hauptgliederungsmerkmal einer jeden Analyse. An dieser Stelle lernen Sie die einfachsten Datumsfunktionen kennen, allerdings werden wir zu fortgeschrittener Lektion lernen wie wir einen „Standardkalender“ bauen und einbinden.

Die gängigsten Datumsfunktionen die auf ein Feld mit Datumsinhalt angewendet werden können sind:

  • YEAR
  • MONTH
  • DAY
  • DAYOFWEEK
  • DAYOFYEAR
  • MONTHNAME

Jede dieser Funktionen ist sehr mächtig, da z.B. abweichende Wirtschaftsjahre abgebildet werden können, oder auch Zeiger auf den letzten vollen Monat möglich sind. Eine gut durchdachte Zeitachse wird Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt das Erstellen von Berichten, Charts und Tabellen deutlich erleichtern. Sie verwenden die Funktionen wie folgt:

 Funktionen und Formeln zum „Rechnen“

QlikView bietet neben zahlreichen Funktionen auch die Möglichkeit innerhalb des Laden der Daten Berechnungen durchzuführen. Dies funktioniert wie folgt:

Sie haben natürlich immer die Möglichkeit solche Berechnungen in der Oberfläche zu tätigen, allerdings empfiehlt es sich aus Performance Gründen – sofern möglich – bereits beim Laden der Daten solche Berechnungen zu erledigen.

Kontrollstrukturen beim Laden

Teilweise kann es nötig sein, dass Sie in Abhängigkeit von Feldinhalten bestimmte Regeln anwenden. Dazu bietet sich die Möglichkeit mit „WENN-DANN-SONST“ Funktionen zu arbeiten.

Hier sehen Sie wie wir den Inhalt des Feldes <Produkt> mit dem Muster „*Tennisb*“ vergleichen (* können beliebige Zeichen in beliebiger Häufigkeit sein) und wenn die Anzahl der Treffer größer als 0 ist, die Sparte „Tennis“ geschrieben wird, ansonsten „Sonstige“.

Sollten Sie die Absicht haben, Suchmuster zu verfeinern, so können Sie z.B. die Anzahl der zu vergleichenden Zeichen mittels „?“ setzten, wobei jedes „?“-Zeichen für ein Zeichen steht.

 Übungen

  • Erweitern Sie Ihr Skript aus Lektion 3 um eine Bewegungstabelle
  • Bauen Sie sich einen „kleinen“ Kalender mit Jahr, Monat und Tag
  • Erweitern Sie Ihr Pivot um eine Gliederung nach Zeit

 

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