Übersicht

In dieser Lektion wollen wir die wichtigsten Grundregeln für das Einlesen von Daten kennen lernen. Es handelt sich hierbei um eine Empfehlung und kein „MUSS“!

Dokumentation – Kommentare

Die effizienteste Art ihre Logiken und Gedanken für ihre Mitstreiter verfügbar zu machen, ist das direkte Schreiben von Kommentaren im Skript. Diese können an jeder beliebigen Stelle im Skript unter der Verwendung der folgenden Syntax genutzt werden:

  • REM – vor einem Befehl bewirkt, dass der komplette Befehl bei der Ausführung des Skriptes ignoriert wird.
  • // – am Zeilenanfang oder an einer beliebigen Stelle in der Zeile bewirkt, dass alle Zeichen die danach folgen vom Skript ignoriert werden.
  • /* … */ – bewirkt das der Text zwischen /* und */ als Kommentar betrachtet wird.

Da wir zu einem späteren Zeitpunkt unsere Skripte in ein Versionsmanagement einbinden werden und dadurch die Möglichkeit bekommen – Dokumentationsgeneratoren zu nutzen, empfiehlt es sich folgende Konventionen zu Nutzen zu machen.

Sauberes laden von Daten

Im folgenden zeige ich, wie aus einer „rohen“ Datenquelle eine qualifizierte Datenquelle erzeugt wird:

Hier erscheinen die Daten in der Tabellenstrukturanzeige mit dem Tabellennamen „Test.Kunden“. Allerdings wollen wir unsere Tabelle mit „Kunden“ benennen.

Nachdem die Tabelle jetzt den Namen hat, den wir wollen und wir später über mögliche Schlüssel zu weiteren Tabellen definieren wollen – werden wir diese jetzt noch qualifizieren.

Selbstbestimmte Fremdbeziehungen

Sie haben mehrere Datentabellen, die Sie laden möchten. Dabei sind in beiden Tabellen mehrere Feldnamen gleich. Würden Sie die Tabellen nicht qualifizieren, würde das Entity Relationship Mapping von QlikView automatisch die „gleichen“ Felder als Verbindung nutzen. Dies kann durch das eben gelernte qualifizieren vermieden werden. Dennoch möchten Sie die Tabellen über ein von Ihnen zu bestimmendes Feld verknüpfen. Wir arbeiten hierbei mit der Möglichkeit einzelne Feldnamen mittels Muster bei der Qualifizierung „auszuschließen“. In der Praxis hat es sich bewehrt die Schlüsselfelder mit dem Präfix „%“ zu markieren. Folgendes Beispiel zeigt die Logik zum Verknüpfen 2er Tabellen:

Wir haben jetzt die beiden Tabellen über das Feld <%KundenId> verknüpft und nicht noch zusätzlich über die „falsche“ Verknüpfung via <Info>.

 QlikView Debugger

Beim Entwickeln der Skript Logiken hilft es vor allem zu Beginn nicht immer die gesamten Daten zu laden und parallel Informationen zum aktuellen Fortschritt des Skriptes zu erhalten. Dabei können Skriptbefehle und Variablen überwacht werden.

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Limitieren Sie die Daten für den Debugger so, dass mögliche Beziehungen zwischen 2 Tabellen auch einen Treffer im Schlüssel haben. Dies ermöglicht es unter Umständen bereits vorab das Datenmodel mittels einfacher Kreuztabelle in der Oberfläche zu validieren.

Zusätzlich können Sie für Ihr Dokument unter den Eigenschaften das „mitprotokolieren“ aktivieren. Ich empfehle diese Option während des Entwicklungsprozesses zu aktivieren. Sie finden dann nach dem Laden des Skriptes im gleichen Ordner wie Ihr QlikView Dokument liegt ein MeineDatei.log welches weitere Detailinformationen zur Fehleranalyse bereitstellt.

Wichtigste Datenobjekte zur Präsentation

Um die geladenen Daten zu präsentieren werden wir in späteren Lektionen noch viele Möglichkeiten kennen lernen. An dieser Stelle lernen wir 2 Objekte die zu diesem Zeitpunkt relevant sind:

  • Listen Box (List Box)
  • Diagramm (Chart)

Diese können Sie hinzufügen durch klicken auf die entsprechenden Symbole in der Design-Toolbar oder indem Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Platz in der Arbeitsfläche klicken und dort im Kontextmenü auf „Neues Objekt“ gehen und sich eines der Beiden aussuchen.

Die ListBox dient zum Filtern der im Datenmodell existierenden Daten.

Das Diagramm ist eine „Pivot“ – Kreuztabelle, die es erlaubt Werte mittels Aggregationsfunktionen nach Kategorien zu berechnen. Die bekanntesten sind:

  • SUM(Feldname) – Summe über Werte
  • AVG(Feldname) – Durchschnitt aller Werte (Achtung oft falsch, da keine Gewichtung)
  • COUNT(Feldname) – Anzahl aller Werte (Mehrfachzählungen)
  • MAX(Feldname) – Höchster Wert (numerisch)
  • MIN(Feldname) – Niedrigster Wert (numerisch)

 Übungen

  • Erstellen Sie ein neues leeres QlikView Dokument
  • Öffnen Sie den Skript-Editor
  • Dokumentieren Sie Ihr erstes QlikView Skript
  • Verbinden Sie sich auf eine Datenquelle Ihrer Wahl
  • Finden Sie die Anzahl der geladenen Datensätze und geben diese mittels einem Diagram aus

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